Sonntag, 8. September 2019 - 17.00 Uhr

JOHN, COME KISS ME NOW

Johanna Seitz (Barockharfe), Christoph Mayer (Barockvioline)

Wegen eines Krankheitsfalls wird anstatt der geplanten Pilgerlieder traditionelle englische, schottische und irische Musik des 17. und 18. Jahrhunderts erklingen. Zur Aufführung gebracht wird sie von dem Ensemble "Spirit & Pleasure" mit Johanna Seitz (Barockharfe) und Christoph Mayer (Barockvioline). Die beiden Musiker interpretieren die Musik nicht nur vor dem Hintergrund der barocken Aufführungspraxis sondern orientieren sich auch an der ungebrochenen Spieltradition dieser Musik. Die traditionelle Musik von Irland und Schottland verbindet man immer mit Sehnsucht, tragischer Liebe, Leidenschaft und hat auch direkt die entsprechende Bilder der typischen Landschaften vor Augen. Genau diese Gefühle lassen bereits die ersten Töne dieses Programms lebendig werden.

Der Titel "John, come kiss me know!" stammt von einer alten englischen Weise, die in verschiedenen Sammlungen auftaucht. Sie führt in ein Konzert mit romantischen, emotionalen und frechen Songs und Tänzen aus dem reichen Schatz schottischer, englischer und irischer traditioneller Musik. Was auf den ersten Blick wie Crossover anmutet, stellt sich als ein historisch fundiertes und durch die ergiebige Quellenlage vielfältiges Programm heraus: Extrem attraktiv, überraschend, virtuos und sentimental zugleich.

Johanna Seitz

Johanna Seitz

Johanna Seitz studierte Konzertharfe in Wuppertal und Essen (Hochschulpreis), Barockharfe in Den Haag und Mailand. Ihr Interesse gilt dem Spielen und Erforschen vor allem historischer Harfen sowie der Suche nach originaler Harfenmusik. Ein zweiter Schwerpunkt sind Projekte mit Schauspiel, Tanz und Improvisation. Als Continuospielerin und Solistin ist sie Gast auf vielen Festivals in Europa, im Nahen Osten, in Asien und Afrika, dokumentiert durch zahlreiche Rundfunk- und CD-Aufnahmen. Neben ihrem Duo mit Elisabeth Seitz (Salterio), für das bereits mehrere zeitgenössische Kompositionen entstanden sind, spielt sie u. a. mit Concerto Köln, Echo du Danube, Musica Fiata, Harmonie Universelle sowie an vielen Opernhäusern Europas. Bei der Edition Walhall ist sie Herausgeberin einer Harfenmusikreihe. Zwei Ersteinspielungen von wiederentdeckten Harfenkonzerten von G.Ch. Wagenseil und J.W. Hertel sind bei ACCENT bzw. aeolos erschienen. Sie unterrichtete an der Musikhochschule München sowie am Mozarteum in Salzburg.

Christoph Mayer erhielt seine geigerische Ausbildung an den Musikhochschulen in München und Köln, sowie bei Sergei Fatkulin. Eine intensive Auseinandersetzung mit der historischen Aufführungspraxis führte zur Mitwirkung in den meisten renommierten deutschen Barockorchestern, nicht zuletzt im Ensemble „musica antiqua köln“, mit dem er mehrere Jahre auch kammermusikalisch in zahlreichen Konzerten und vielen, teils preisgekrönten, Aufnahmen zu hören war.

Seine hohe Reputation als Kammermusiker belegen Auftritte bei internationalen Musikfestivals, wie der Styriarte Graz, den Schwetzinger Festspielen und Klang & Raum Irsee sowie in bedeutenden Konzertsälen wie der Londoner Wigmore Hall, der Tonhalle Zürich, des Concertgebouw Amsterdam, des Lincoln Center und der „The Frick Collection“ New York oder der Berliner Philharmonie.

Neben zahlreichen Rundfunkaufnahmen und CD-Einspielungen in größeren Formationen wirkte Mayer bei vielen Kammermusikaufnahmen mit, darunter mit „musica antiqua köln“ (Werke von Telemann bei Deutsche Grammophon ), „Schuppanzigh-Quartett“ (Streichquartette von Beethoven u.a. bei WDR, CPO, DLF, Ars musici, Capriccio u.a.), „SCALA köln“ (Boccherini u.a. bei MDG, WDR ) „Musica ad Rhenum“ (u.a. Flötenquartette von Mozart bei Vanguard Classic usw.) und „Ensemble 1700“ (Vivaldi bei BR, WDR, Aurel Edition).

Christoph Mayer ist gefragter Dozent für historische Aufführungspraxis auf Kursen und Seminaren. Zwischen 2004 und 2016 reiste er als „Botschafter der historischen Aufführungspraxis“ in Kooperation unter anderem mit dem Goethe-Institut Moskau nach Nizhny Novgorod (ehem. Gorki), Russland. Für seine Meisterklasse und die Seminare an der staatlichen Musikhochschule „Mikhail Glinka“ wurde er 2006 zum Ehrenprofessor ernannt.

Karten

Karten für dieses Konzert zu 12,-/ erm. 8,- Euro erhalten Sie an der Tageskasse (30 Minuten vor Beginn)

Kartenvorverkauf

Karten für alle Blasiuskonzerte erhalten Sie ab sofort auch online im Vorverkauf unter martinsmusik.reservix.de

Jahresprogramm

Das gedruckte Fassung des Jahresprogramms 2019 der Kirchenmusik St. Martin mit allen Konzerten und Gottesdiensten ist erschienen. Sie können den Flyer > hier herunterladen.